Die neuen Einrichtungen der wohnortnahen Gesundheitsversorgung in Südtirol

Gemeinschaftshäuser, Gemeinschaftskrankenhäuser, wohnortnahe Einsatzzentralen und die neue Gesundheitshotline 116117 bringen die Versorgung näher zu den Menschen in Südtirol

Die Gesundheitsversorgung in Südtirol verändert sich und wird zukunftssicherer: Mit den neuen Einrichtungen der wohnortnahen Gesundheitsversorgung entstehen zusätzliche Angebote direkt in den Gemeinden und Bezirken. 

Ziel ist es, medizinische, pflegerische und soziale Leistungen näher zu den Menschen zu bringen, Wege zu verkürzen und die richtige Versorgung am richtigen Ort anzubieten. Die Gemeinschaftshäuser ergänzen dabei die bewährten Angebote von Hausärztinnen und Hausärzten sowie Krankenhäusern. Gleichzeitig helfen neue Strukturen wie Gemeinschaftskrankenhäuser, die wohnortnahen Einsatzzentralen und die Gesundheitshotline 116117 dabei, Patientinnen und Patienten besser durch das Gesundheitssystem zu begleiten.

Um in dieser Übergangs- und Aufbauphase eine erste, leicht verständliche Orientierung zu geben, hat das Ressort Gesundheitsvorsorge und Gesundheit eine Infografik ausgearbeitet, die dabei unterstützen soll, je nach medizinischem Anliegen die passende Anlaufstelle rasch zu finden. Gleichzeitig soll sie dazu beitragen, die neuen wohnortnahen Versorgungsangebote bekannter zu machen, Unsicherheiten abzubauen und über die bestehenden Zugangswege im Gesundheitssystem zu informieren:

Infografik


Der Hintergrund: Warum verändert sich die Gesundheitsversorgung?

Eine gesundheitliche Frage, eine kleine Verletzung oder die Betreuung einer chronischen Erkrankung führen nicht immer zum gleichen Ansprechpartner. Für viele Menschen ist es manchmal schwierig zu wissen, wohin sie sich wenden sollen.

Gleichzeitig verändern sich die Anforderungen an das Gesundheitssystem: Die Bevölkerung wird älter, immer mehr Menschen leben mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder chronischen Atemwegserkrankungen. Diese Patientinnen und Patienten brauchen häufig eine langfristige und gut abgestimmte Betreuung.

Mit den neuen Einrichtungen wird die wohnortnahe Versorgung gestärkt. Medizinische, pflegerische und soziale Angebote werden besser miteinander verbunden. Die Krankenhäuser können sich dadurch noch stärker auf schwere Erkrankungen und Notfälle konzentrieren.

Das Ziel lautet: Die Menschen sollen die richtige Versorgung am richtigen Ort erhalten.

Gemeinschaftshaus


Abbildung 1: Gemeinschaftshaus als integriertes Versorgungsmodell, in dem Gesundheits-, Pflege-, Sozial- und Verwaltungsleistungen unter einem gemeinsamen Dach vernetzt zusammenwirken und konsequent den Menschen in den Mittelpunkt stellen.





Weiterführende Informationen zu den neuen Einrichtungen der wohnortnahen Gesundheitsversorgung in Südtirol (Gemeinschaftshäuser, Gemeinschaftskrankenhäuser, Wohnortnahe Einsatzzentralen, Rufnummer 116 117: kurz und knapp erklärt) gibt es unter:

Die neuen Einrichtungen der wohnortnahen Gesundheitsversorgung in Südtirol | Autonome Provinz Bozen - Südtirol


Ein neues System braucht Zeit und Orientierung

Die neuen Einrichtungen verändern die Gesundheitsversorgung Schritt für Schritt. Wie bei jeder großen Veränderung braucht es Zeit, bis neue Angebote bekannt sind und im Alltag genutzt werden.

Bereits heute leisten die Gemeinschaftshäuser einen wichtigen Beitrag: Sie übernehmen die Betreuung vieler Menschen mit weniger dringenden Beschwerden und unterstützen damit auch die Krankenhäuser.

Besonders in Zeiten hoher Belastung – etwa während der Sommermonate mit vielen zusätzlichen Patientinnen und Patienten – zeigt sich die Bedeutung zusätzlicher wohnortnaher Angebote.

Entscheidend ist eine klare Information: Die Menschen sollen wissen, welche Anlaufstelle für welches Anliegen geeignet ist.

Denn das gemeinsame Ziel aller Beteiligten lautet: Die richtige Versorgung zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Infografik "Wohin bei medizinischen Problemen" (424 KB) - .PDF

15.07.2026

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