Umfrage unter den Freiwilligen

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Die Bezirksgemeinschaft Pustertal erhält ein sehr gutes Zeugnis

Die Freiwilligentätigkeit hat in der Bezirksgemeinschaft Pustertal einen hohen Stellenwert. Rund 170 aktive Freiwillige engagieren sich in verschiedenen Diensten und Einrichtungen, davon etwa 80% im Bereich „Essen auf Rädern“. Sie leisten einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft, indem sie nicht nur praktische Unterstützung bieten, sondern vor allem Zeit, Aufmerksamkeit und menschliche Nähe schenken.

Doch wie erleben die Freiwilligen selbst ihre Tätigkeit? 

Um dieser Frage nachzugehen, wurde in Zusammenarbeit mit dem Dachverband für Soziales und Gesundheit eine Befragung unter den Freiwilligen durchgeführt. Von den insgesamt 171 aktiven Freiwilligen beteiligten sich 116 an der Umfrage.

Die Freiwilligen sind in unterschiedlichen Bereichen tätig: bei der Zustellung von „Essen auf Rädern“, in den Freizeitangeboten der Einrichtungen sowie in den Sozial- und Gesundheitssprengeln bei Begleit- und Transportdiensten. Die Ergebnisse der Befragung zeichnen ein äußerst positives Bild.

Die große Mehrheit der Freiwilligen ist mit ihrer Tätigkeit sehr zufrieden und vor allem aus innerer Überzeugung engagiert. Besonders deutlich wird, dass die Freiwilligen ihre Aufgabe als sinnstiftend und persönlich bereichernd erleben. Als wichtigster Aspekt ihrer Tätigkeit wird der Kontakt mit Menschen genannt – insbesondere mit älteren, kranken oder alleinstehenden Personen. Gespräche, Begegnungen, Zuhören und zwischenmenschlicher Austausch werden von den betreuten Personen sehr geschätzt und verleihen auch den Freiwilligen selbst ein starkes Gefühl der Erfüllung.

Viele Befragte berichten, dass ihnen die Tätigkeit mehr Lebensfreude schenkt, ihnen das Gefühl vermittelt, gebraucht zu werden, und ihnen große persönliche Genugtuung bereitet. Die Dankbarkeit und Freude der betreuten Menschen stellen dabei einen der wichtigsten Motivationsfaktoren dar. Ebenso bedeutend ist für viele Freiwillige der Wunsch, einen sinnvollen Beitrag für die Gemeinschaft zu leisten. Weiterbildungsangebote oder persönliche Vorteile spielen hingegen nur eine untergeordnete Rolle.

Die Umfrage zeigt außerdem, dass neue Freiwillige überwiegend über persönliche Kontakte gewonnen werden. Freunde, Bekannte oder eine direkte Ansprache sind die häufigsten Zugangswege zum freiwilligen Engagement. Dies unterstreicht die Bedeutung sozialer Netzwerke und macht gleichzeitig deutlich, wie wichtig die Zufriedenheit der bestehenden Freiwilligen ist: sie sind die besten Botschafterinnen und Botschafter für die Freiwilligentätigkeit.

Auch die Zusammenarbeit innerhalb der Organisation wird von den Befragten durchwegs positiv bewertet. Die Freiwilligen fühlen sich von den Mitarbeitenden der Bezirksgemeinschaft Pustertal gut eingeführt, begleitet und unterstützt. Die Kooperation zwischen hauptamtlichen Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen ist von gegenseitigem Respekt, Wertschätzung und Professionalität geprägt. Ebenso werden die organisatorischen Abläufe in den Diensten und Einrichtungen überwiegend als gut und zuverlässig bewertet.

Verbesserungspotenzial sehen die Freiwilligen vor allem in einzelnen praktischen und organisatorischen Bereichen. Genannt werden beispielsweise die Art der Warmhalteboxen, die Ausstattung der Dienstfahrzeugen sowie die Organisation einzelner Touren im Dienst „Essen auf Rädern“.

Für die Bezirksgemeinschaft Pustertal stellen die Ergebnisse eine wertvolle Grundlage für die weitere Entwicklung der Freiwilligentätigkeit dar. Gemeinsam mit den Rückmeldungen des Dachverbandes für Soziales und Gesundheit bilden sie die Basis für die zukünftige Qualitätsentwicklung und die gezielte Weiterentwicklung der freiwilligen Dienste.

Die Umfrage macht deutlich: die Freiwilligen erleben ihr Engagement als bereichernd, sinnvoll und wertgeschätzt – und stellen der Bezirksgemeinschaft Pustertal insgesamt ein sehr gutes Zeugnis aus.

07.07.2026

DEU